Cannabis Anbau Outdoor (Im Freien) – Eine komplette Anleitung

Cannabis Anbau im Freien Outdoor Anbau Anleitung

Der Anbau von Cannabis im Freien (Outdoor) ist eine feine Sache, da man nicht viel Geld dafür ausgeben müssen und sich auf die Kraft der Sonne verlassen kann. Wenn Sie Zugang zu einem sonnigen Platz in einem privaten Garten, einem Balkon, einer Terrasse oder einem Dach haben, können Sie draußen Cannabis anbauen. Sie sind zwar abhängig von der Sonne, den Jahreszeiten und vom lokalen Wetter, müssen aber nicht viel Geld für Geräte und Equipment ausgeben wie Indoor-Züchter. 

 

Sind Sie bereit, Cannabis im Freien anzubauen? Wenn Sie ein Neuling sind, der nach einer kompletten Anleitung zum Anbau von Cannabis im Freien sucht, dann sind Sie hier richtig. Mit diesem Guide lernen Sie, wie Sie Cannabis Pflanzen im Freien selbst züchten.

Was man braucht um im Freien Cannabis anzubauen

Hier finden Sie eine Liste mit Dingen, die Sie für den Anbau von Cannabis-Pflanzen im Freien benötigen.

Samen oder Klone

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Sie müssen natürlich Ihr Pflanzen von irgendwo herbekommen. In bestimmten Ländern bekommt man Samen und/oder Stecklinge in lokalen Growshop. Nicht jeder hat jedoch einen Growshop in der Nähe, sodass sie auf einen Online-Shop zurückgreifen können. Hier finden Sie einen Online-Samen-Shop, um Ihre Pflanzen zu bekommen.

Erde

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Die Pflanzen müssen natürlich auch in etwas wachsen und da ist Erde wohl das geeignetste Medium um Cannabis im Freien anzubauen. In den meisten Fällen ist die Erde, die sie im Boden im Freien finden nicht geeignet, um Cannabis darin wachsen zu lassen. Daher sollten Sie eine gute Erde für Ihre kostbaren Pflanzen kaufen. Kaufen Sie professionelle und auf Cannabis ausgelegte Erde im Growshop oder Blumenerde im Gartencenter.

 

Für die meisten Neulinge im Cannabis-Anbau empfehlen wir den Kauf einer hochwertigen Blumenerde, die Ihren Pflanzen genügend Nährstoffe liefert, um sie den größten Teil ihres Wachstumszyklus zu versorgen, ohne dass viele Anpassungen vorgenommen werden müssen. Diese vorgedüngte Erde "kann" ihre Cannabispflanzen von Anfang bis Ende ohne zusätzliche Nährstoffe hinzufügen zu müssen versorgen, wenn sie richtig verwendet wird.

 

Sie können diese Erde selbst machen, indem Sie Wurmguss, Fledermaus-Guano und andere Komponenten mit einer guten Erde kombinieren und einige Wochen ruhen lassen, oder Sie können sie vorgefertigt in einer örtlichen Gärtnerei oder einem Growshop kaufen.

 

Wenn Sie nach Erde suchen, werden Sie möglicherweise von der Auswahl in Ihrem örtlichen Gartengeschäft überfordert sein. Der Erden-Typ ist die Grundstruktur Ihrer Erde. Schauen Sie sich auch Dort die Nährstoffe (Dünger und andere Zusätze), Mikroorganismen und andere Bestandteile an, die die Erde verbessern.

 

Die Möglichkeiten sind folgende:

  • Perlit
  • Vermiculit
  • Wurmguss
  • Fledermaus Guano
  • Biokohle
  • Torfmoos
  • Kompost
  • Fischmehl
  • Knochenmehl
  • Steinstaub
  • Pflanzennahrung (Dünger) 

Dies sind nur einige Beispiele für Ergänzungen, die üblicherweise in verschiedenen Erd-Typen verwendet werden. Stark ergänzte Erden haben lange Inhaltsstoff-Listen, auf denen alle darin enthaltenen organischen Nährstoffe aufgeschlüsselt sind. Einige Unternehmen produzieren Erden, die eine hervorragende Struktur mit Grundnährstoffen bieten, es Ihnen jedoch ermöglichen, gewisse Anpassungen nach Ihren Wünschen zuzulassen.

Erde und andere Medien für den Cannabisanbau im Freien

Erde und andere Medien für den Cannabisanbau im Freien

Der (Erd)-Boden ist im Grunde genommen die oberste Erdschicht, in der Pflanzen wachsen. Es ist eine Mischung aus organischen Überresten, Ton und Gesteinspartikeln. Cannabispflanzen gedeihen in Böden, die reich an organischen Stoffen sind, und sie benötigen eine gute Drainage (Wasserabfluss).

 

Die meisten Cannabis-Züchter die im Freien anbauen graben entweder ein Loch in den Erdboden und fügen der Pflanze frische Erde hinzu oder züchten ihr Cannabis in Töpfen. Auf diese Weise können Sie das Wachstumsmedium und die Menge an Nährstoffen, die Ihre Pflanzen erhalten, besser kontrollieren.

 

Sie können mit der bereits vorhandenen Erde direkt in den Boden pflanzen, müssen jedoch die Zusammensetzung Ihres Bodens verstehen und entsprechend anpassen. Wenn Sie diesen Weg gehen, empfehlen wir, Ihren Boden testen zu lassen oder selbst zu testen, um Probleme zu minimieren. Dies ist einfach und relativ kostengünstig.

 

Ein Bodentest zeigt Ihnen die Zusammensetzung und den pH-Wert der Erde Ihres Bodens sowie eventuell vorhandene Verunreinigungen an und man kann auf Basis dessen Zusätze und Düngemittel einarbeiten, um den Boden für Cannabispflanzen zu verbessern.

 

Der Boden hat drei Grundinkonsistenzen in verschiedenen Verhältnissen:

  • Lehm
  • Sand
  • Schlick/Schlamm
  • Ton

Der Boden variiert auch in:

Schlick/Schlamm Böden

Schlick/Schlamm Böden

Schlick bzw. Schlamm Böden sind das ideale Wachstumsmedium. Sie sind leicht zu verarbeiten, erwärmen sich schnell, halten Feuchtigkeit, haben ab und an auch eine gute Drainage (nicht alle) und enthalten viele Nährstoffe. Der beste Schlamm-Boden ist dunkler, krümeliger Lehm - er ist fruchtbar und muss wahrscheinlich nicht geändert werden.

 

Eigenschaften:

  • Mittlere Körnchengröße

Vorteile:

  • Natürlich fruchtbar (enthält Nährstoffe)
  • Speichert Wasser
  • Stabilisiert Pflanzen

Nachteile:

  • Eventuell schlechte Drainage (Wasserabfluss)
  • Verdichtet leicht

Sandige Böden

Sandige Böden

Sandiger Boden ist leicht zu bearbeiten, hat eine gute Drainage und erwärmt sich schnell, enthält jedoch keine guten Nährstoffe, insbesondere in regnerischer Umgebung. Sie sollten große Löcher für Ihre Pflanzen graben und Kompost, Torfmoos oder Kokos hinzufügen, um die Bodenstruktur zu verbessern.

In heißen Klimazonen sollte sandiger Boden gemulcht werden, um die Wasserretention (Speicherfähigkeit) zu verbessern und zu verhindern, dass es den Wurzeln zu heiß wird.

Eigenschaften:

  • Große Körnchengröße
  • Niedriger pH-Wert

Vorteile:

  • Gute Drainage (Wasserabfluss)
  • Schwere Verdichtung
  • Leicht zu bearbeiten
  • Hoher Sauerstoffgehalt

Nachteile:

  • Schlechte Wasserretention (Speicherfähigkeit)
  • Trocknet schnell aus 
  • Nährstoffe werden schnell ausgespült

Ton Böden

Ton Böden

Schwere Tonböden entwässern langsam (haben eine schlechte Drainage) und halten Sauerstoff nicht gut, daher müssen sie stark angepasst werden. Graben Sie einige Wochen vor dem Pflanzen große Löcher, in denen Sie Ihre Cannabispflanzen platzieren, und mischen Sie große Mengen Kompost, Mist, Wurmguss oder andere zersetzte organische Stoffe ein. Dies sorgt für Belüftung und Entwässerung sowie für Nährstoffe für die Pflanzen.

 

Eigenschaften:

  • Kleine Korngröße
  • Hoher pH-Wert 

Vorteile:

  • Liefert Mineralien
  • Speichert Wasser
  • Stabilisiert Pflanzen 

Nachteile:

  • Schlechte Entwässerung (Drainage)
  • Schwere Erde
  • Schwer zu bearbeiten 

Lehmböden

Lehmböden

Während einige Pflanzen in ihren natürlichen Erden gedeihen, die normalerweise eine der oben aufgeführten Zusammensetzungen sind, werden Cannabis-Pflanzen am besten in Böden angebaut, die eine Kombination der drei oben genannten Konsistenzen enthalten. Diese Mischung wird als Lehm bezeichnet.

 

Der beste Weg, um lehmigen Böden zu identifizieren, besteht darin, ihn zu berühren. Wie fühlt er sich an? Sandiger Boden sollte schwer zu verdichten sein, wenn er zusammengedrückt wird, während Ton sich zu einer dichten Kugel verdichten sollte, die nicht zerbröckelt. Lehmböden sollten beim Zusammendrücken eine lose Kugel bilden, die ihre Struktur kurzzeitig beibehält, bevor sie in große Stücke zerfallen.

 

Eigenschaften:

  • Mischung aus Sand, Schlick und Ton
  • Nahezu neutraler pH-Wert 

Vorteile:

  • Drainage (Wasserabfluss)
  • Wasserrückhalt
  • Natürlich fruchtbar
  • Einfach zu bearbeiten
  • Nährstoffretention
  • Unterstützt Mikroorganismen
  • Hoher Sauerstoffgehalt 

Nachteile:

  • Kann teuer sein 

Die meisten im Garten verwendeten Blumenerden sind Lehmböden. Wenn Sie jemals mit Blumenerde gearbeitet haben, werden Sie wissen, dass ihre Zusammensetzung reich und vielfältig ist und sie dunkel und furchtbar aussieht. Über Textur und Farbe hinaus sollte der Boden reich und lebendig riechen.

Töpfe bzw. Behälter

Töpfe bzw. Behälter

Möglicherweise müssen Sie alle Ihre Pflanzen in Behälter bzw. Töpfe geben, wenn Sie keinen guten Boden haben. Wenn Sie nicht in der Lage sind, die schwere Arbeit zu verrichten, die zum Graben von Löchern und zum Anpassen des Bodens erforderlich ist, sind Töpfe möglicherweise die beste Möglichkeit für Sie, Ihr eigenes Cannabis im Freien anzubauen.

 

Wenn Sie kein geeignetes Stück Land haben, um einen Garten anzulegen, können Töpfe auf Terrassen, Dächern und vielen anderen Stellen abgestellt werden. Bei Bedarf können Sie sie auch bewegen, um die Sonne zu nutzen oder sie vor übermäßiger Hitze oder Wind zu schützen. 

 

Pflanzen, die in Töpfen, Eimern oder Fässern angebaut werden, sind jedoch wahrscheinlich etwas kleiner als solche, die in den Boden gepflanzt werden, da ihr Wurzelwachstum auf die Größe des Behälters beschränkt sind.

 

Im weitesten Sinne bestimmt die Größe des Topfes die Größe der Pflanze, obwohl es möglich ist, große Pflanzen in kleinen Behältern zu züchten, wenn geeignete Techniken angewendet werden.

Welche Topfgröße braucht man?

Im Allgemeinen haben 20 Liter Töpfe eine gute Größe für kleine bis mittlere Pflanzen im Freien, und 40 Liter-Töpfe oder mehr werden für große Pflanzen empfohlen. Unabhängig von der Größe möchten Sie die Wurzeln Ihrer Pflanzen bei warmem Wetter vor Überhitzung schützen, da Töpfe bei direkter Sonneneinstrahlung schnell heiß werden können. Dies wird das Wachstum Ihrer Pflanzen stark einschränken. Achten Sie daher darauf, Ihre Töpfe zu beschatten, wenn die Sonne hoch am Himmel steht.

Ohne Topf direkt in die Erde (Boden) pflanzen

Ohne Topf direkt in die Erde (Boden) pflanzen

Sie können die Cannabis-Pflanzen im Freien natürlich auch direkt im Erdboden anpflanzen. Dabei ist aber auch auf einiges zu achten und es hat Vor- und Nachteile.

 

Vorteile:

  • Man braucht keine Töpfe und spart Geld
  • Die Pflanzen haben möglicherweise mehr Platz für die Wurzeln und können dadurch größer werden
  • Wasser und Nährstoffe halten im Erdboden länger vor 

Nachteile:

  • Die Pflanzen lassen sich nicht mehr bewegen wie in Töpfen
  • Es muss ein Loch gegraben werden, was eventuell eine Herausforderung sein kann
  • Wenn der Erdboden nicht ideal ist, kann sich das auch auf die Pflanze auswirken, auch wenn im gegrabenen Loch gute Erde verwendet wird 

Wie Sie vorgehen: 

 

Graben Sie pro Pflanze ein Loch, das mindestens 50 cm im Durchmesser hat und 50 cm tief ist. Da Cannabis ein Pfahlwurzler ist, braucht er viel Platz nach unten. Füllen Sie dann das Loch mit qualitativ hochwertiger Erde für den Cannabis-Anbau (wie oben beschrieben), geben Sie die Pflanze rein, drücken die Erde leicht fest und gießen Sie sie gleich anschließend.

Düngemittel und Nährstoffe für die Erde im Freien

Düngemittel und Nährstoffe für die Erde im Freien

Cannabis-Pflanzen benötigen über ihren gesamten Lebenszyklus eine große Menge an Nährstoffen, hauptsächlich in Form von Stickstoff, Phosphor und Kalium. Wie viel Sie Ihren Pflanzen hinzufügen müssen, hängt von der Zusammensetzung Ihrer Erde ab.

 

In der Regel fügen Outdoor-Züchter der Erde Ergänzungen hinzu, wenn Cannabis-Pflanzen im Freien angebaut werden. Zusätze bzw. Ergänzungen werden im Freien normalerweise in Pulverform hinzugefügt, die mit dem Boden vermischt.

 

Beginnen Sie mit Düngemitteln, die kostengünstig und leicht verfügbar sind. Einige setzen Nährstoffe schnell frei und werden von der Pflanze leicht aufgenommen, während andere Wochen oder Monate brauchen, um verwertbare Nährstoffe freizusetzen.

 

Bei richtiger Anwendung können Sie einige dieser Produkte mit den Zusätzen vermischen, den Sie der Erde beigefügt haben, um genügend Nährstoffe für das gesamte Leben Ihrer Pflanzen bereitzustellen. Die meisten dieser Produkte können günstig in Ihrem örtlichen Gartencenter gekauft werden.

 

Wir empfehlen diese organischen Düngemittel:

  • Blutmehl oder Fischmehl für Stickstoff
  • Knochenmehl oder Fledermaus Guano für Phosphor
  • Holzasche oder Seetangmehl für Kalium
  • Dolomitkalk für Kalzium und Magnesium
  • Bittersalz für Magnesium und Schwefel 

Es gibt im Handel auch erhältliche Erdmischungen, die bereits die richtige Mischung dieser Arten von Nährstoffen enthalten.

 

Für Neulinge empfehlen wir, kommerzielle Düngemittel wie Granulatdünger (z. B. Blaukorn) mit langer Wirkstofffreisetzung zu vermeiden. Diese können verwendet werden, aber Sie müssen ein gutes Verständnis dafür haben, wie sie funktionieren und was Ihre Pflanzen benötigen.

 

Wir raten auch davon ab, Nährstoffe für den Anbau von Cannabis in Innenräumen für den Anbau im Freien zu verwenden. Sie bestehen im Allgemeinen aus synthetischen Mineralsalzen und können die Bakterien der Erde schädigen.

 

Auch hier kann es sehr nützlich sein, Ihren Boden testen zu lassen, weil es Ihnen zeigt, wie Sie Ihren Boden anpassen und welche Arten und Mengen von Dünger Sie verwenden müssen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie viel Sie verwenden sollen, seien Sie konservativ, da Sie der Erde immer Nährstoffe hinzufügen können, wenn die Cannabis-Pflanzen Mängel aufweisen.

Vorteile des Cannabis Anbaus im Freien (Outdoor)

Vorteile des Cannabis Anbaus im Freien (Outdoor)

Niedrige Kosten

Wenn Sie sich auf die Kraft der Sonne verlassen, müssen Sie nicht viel Geld für den Anbau im Freien ausgeben. Sie benötigen etwas Erde, Dünger, Samen oder Klone und vielleicht ein kleines Gewächshaus, um damit beginnen zu können. Sie müssen keinen Strom für Lampen, Vorschaltgeräte oder Luftentfeuchter ausgeben und können sogar Regenwasser sammeln.

Hohe Erträge

Bei Cannabis-Pflanzen die im Freien angebaut werden ist der Himmel die Grenze. Sie können sie so groß und hoch werden lassen, wie Sie möchten, solange sie handhabbar sind. Eine Pflanze kann möglicherweise zwischen 200 und 500 Gramm trockenes Cannabis liefern! Beim Indoor-Anbau ist der Platz viel eingeschränkter.

Umweltfreundlichkeit

Der Anbau in Innenräumen kann ziemlich Energieaufwendig sein, da eine Menge Strom für die Stromversorgung der Lampen, Lüfter und anderer Geräte verwendet wird. Die Sonne und der Wind im Freien sind kostenlos!

Es macht Spaß und ist entspannend

Unterschätzen Sie nicht den therapeutischen Wert der Gartenarbeit. Es ist entspannend, die Zeit draußen zu verbringen, die Ärmel hochzukrempeln und sich die Hände schmutzig zu machen. Und es gibt nichts Schöneres, als etwas zu rauchen, das Sie selbst angebaut haben.

Wie man den Cannabis Anbau im Freien vorbereitet

Wie man den Cannabis Anbau im Freien vorbereitet

Hier sind einige wichtige Überlegungen, bevor Sie mit dem Anbau von Cannabis im Freien beginnen.

Das Klima

Es ist wichtig, ein gutes Verständnis des Klimas in dem Gebiet zu haben, in dem Sie Cannabis im Freien anbauen werden. Cannabis ist sehr anpassungsfähig an verschiedene Bedingungen, aber bei extremem Wetter anfällig.

Anhaltende Temperaturen über 30 ° C führen dazu, dass die Pflanzen nicht mehr wachsen, während anhaltende Temperaturen unter 10 ° C die Pflanzen schädigen, verkümmern und sogar zum Tod führen können.

 

Starke Regenfälle und starker Wind können die Pflanzen physisch schädigen und die Erträge verringern. Übermäßige Feuchtigkeit kann zu Schimmel und Mehltau führen, insbesondere während der Blütephase.

Die Wahl des möglichst besten Platzes

Sobald Sie das Klima in Ihrer Region verstanden haben, müssen Sie einige Dinge berücksichtigen, bevor Sie Cannabis anbauen können.

Sonnenlicht

Cannabis-Pflanzen benötigen mindestens 6 Stunden am Tag volle, direkte Sonne. Vielleicht haben Sie einen Garten, aber dieser ist möglicherweise nicht besonders gut um Cannabis dort anzubauen, wenn an diesem Platz nicht genügen Sonne hinkommt. 

 

Ihre Cannabis-Pflanzen sollten so viel direktes Sonnenlicht wie möglich erhalten, idealerweise mittags, wenn die Lichtqualität am besten ist. Wenn sich die Jahreszeit ändert und der Herbst näher rückt, erhalten Ihre Pflanzen im Laufe des Tages immer weniger Sonnenlicht, was die Blütephase auslöst.

Wind

Eine konstante Brise ist gut für die Cannabis-Pflanzen und besonders in heißen Klimazonen. Wenn Sie jedoch in einem Gebiet mit starkem Wind leben, sollten Sie in der Nähe eines Windschutzes wie einer Mauer, eines Zauns oder eines großen Gebüschs anbauen.

Privatsphäre und Sicherheit

Sie sollten natürlich auch Ihre Privatsphäre und Sicherheit berücksichtigen. Viele Menschen wollen ihre Gärten vor wertenden Nachbarn und potenziellen Dieben verbergen. Hohe Zäune und große Sträucher oder Bäume sind die beste Wahl, es sei denn, Sie leben in einer abgelegenen Gegend.

Die verschiedenen Plätze um im Freien Cannabis wachsen zu lassen

Die verschiedenen Plätze um im Freien Cannabis wachsen zu lassen

Einige Züchter lassen Ihre Pflanzen in Behältern auf Balkonen oder Dächern wachsen, die nicht einsehbar sind, während andere schwere Drahtkäfige bauen, um Diebe und Tiere fernzuhalten zu halten. Wofür auch immer Sie sich entscheiden, denken Sie darüber nach, wie groß Ihre endgültige Pflanze sein soll - Cannabis-Pflanzen im Freien können bis zu 3 Meter oder sogar höher werden, je nachdem, welche Sorte Sie anbauen und wie die Voraussetzungen sind, die Sie der Pflanze geben.

  • Gartengrundstück: Wahrscheinlich der häufigste Anbauort im Freien. Viele pflanzen neben anderen Pflanzen wie Gemüse Cannabis an.
  • Balkon: Dies kann ein großartiger Ort sein, wenn genügend Licht dort hinkommt. Idealerweise nach Süden ausgerichtet. Auch Wind ist normalerweise auf Balkonen gut vorhanden. Möglicherweise müssen Sie jedoch Ihren Balkon etwas Blickdicht machen, um ihn vor neugierigen Blicken zu schützen.
  • Dach: Kann ein guter Platz sein, weil dieser viel Sonne abbekommt. Jedoch möglicherweise zu viel Wind.
  • Lesen Sie mehr dazu hierDie besten Orte um Cannabis im Freien (Outdoor) anzubauen

Wie man Cannabis im Freien (Outdoor) anbaut – Schritt für Schritt

Wie man Cannabis im Freien (Outdoor) anbaut - Schritt für schritt

Wenn Sie beim Anbau von Cannabis im Freien diesen einfachen Schritten folgen, werden Sie sehr wahrscheinlich in ein paar Monaten die reifen Pflanzen ernten können. Natürlich gibt es immer Faktoren, wie die richtige Pflege, Nährstoffangebot, Tiere und Insekten und andere Umweltfaktoren, die Ihre Ernte beeinflussen können. Jedoch werden Sie mit unserer Anleitung die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Outdoor Cannabis-Anbau drastisch erhöhen. Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Finden Sie einen Abbaubereich

Finden Sie einen Abbaubereich

Wenn Sie Cannabis im Freien anbauen, ist es wichtig, einen privaten bzw. versteckten Ort mit einfachem Zugang zu Wasser und mehr als 6 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag zu finden. 

 

Wir haben unseren Garten aus Gründen der Privatsphäre gebaut, lange bevor wir Cannabis im Freien angebaut haben, dadurch war er bereits für den Cannabis-Anbau geeignet. Wenn jedoch Zaunhöhe und Privatsphäre ein Problem darstellen, würde wir empfehlen, Autoflowering Sorten anzubauen oder normale Fotoperiodische Pflanzen so zu beschneiden, damit sie klein und breit wachsen. Ein Hund kann nützlich sein um Katzen und Nagetiere so weit wie möglich fernzuhalten.

Füllen Sie die Töpfe oder die Löcher mit Erde

Füllen Sie die Töpfe oder die Löcher mit Erde

Töpfe mit Löcher am Boden (für den Wasserabfluss) sind unkompliziert. Füllen Sie den Topf bis zum Rand mit Erde, klopfen Sie den Topf 2-3 Mal leicht auf den Boden, damit sich die Erde leicht verdichtet und fügen Sie gegebenenfalls wieder Erde bis 1 cm unterm Rand hinzu. Fertig! Wenn Sie im Freien ohne Topfe und direkt im Erdboden anbauen, dann gehen Sie wie oben Abschnitt“ Ohne Topf direkt in die Erde (Boden) pflanzen“ vor.

Keimen Sie Ihre Cannabis-Samen und geben Sie sie in die Behälter (Töpfe)

Keimen Sie Ihre Cannabis-Samen und geben Sie sie in die Behälter (Töpfe)
  • Wir keimen die Samen in einem Glas Wasser vor und sobald der Keimlingswurzel herausragt, geben wir den Samen in Jiffys um dort austreiben zu können. Wir geben die Samen dazu in ein Schnapsglas gefüllt mit Wasser und lassen das Glas an einem sicheren Ort für ein paar Tage stehen (normalerweise 2–7 Tage) bis die kleine weiße Keimlingswurzel aus der Schale des Samens hervorragt. 
  • Dann werden die Jiffys oder Torfquellballen in Wasser eingeweicht, damit Sie sich ausdehnen und Wasser aufgenommen haben und geben den vorgekeimten Samen vorsichtig mit der Keimlingswurzel nach unten in das sich auf der Oberseite befindende Loch der Jiffys bzw. Torquellballen.
  • Wenn der Samen sich darin befindet, wird das Loch wieder leicht mit Erde bedeckt. Stellen Sie sie dann an einem Warmen (ca. 20–25 Grad Celsius) und Beleuchteten Ort (am besten auf eine Fensterbank) aber nicht direkt in die Sonne, da die Jiffys dadurch zu schnell austrocknen können.  

In ein paar Tagen werden sich die Pflanzen aufstellen und aus den Jiffys bzw. Torfquellballen mit den ersten Keimlingsblättern hervorragen. Halten Sie die Jiffys bzw. Torquellballen stets feucht aber nicht zu Nass (sie sollten nicht im Wasser schwimmen). Hier finden Sie eine ausführliche Anleitung zum Keimen von HanfsamenHanfsamen keimen lassen - verschiedene Methoden

Jiffys, Torfquellballen für die Anzucht von Cannabis Samen Outdoor Anbau

Autoflowering SortenBei Autoflowering Sorten geben wir die Pflanze in den finalen Topf, sobald die Wurzel durch den Torfquellballen bzw. Jiffy durchgewachsen ist und auf der Unterseite des Ballen herausragt. Wir verwenden dafür 18 Liter Töpfe.

Fotoperiodische SortenFotoperiodische Sorten werden zuerst in einen 3-4 Liter Topf verpflanzt, bis die Pflanze groß genug ist um in einen 20-30 Liter Topf umgetopft zu werden. Dann in den letzten Topf, der rund 50-70 Liter haben sollte, da die Pflanzen sehr Groß werden sollen bzw. können.

Gießen Sie Ihre Cannabis-Pflanzen regelmäßig

Gießen Sie Ihre Cannabis-Pflanzen regelmäßig

Cannabis-Pflanzen mögen es, wenn die Wurzelumgebung leicht sauer ist. Der optimale pH-Wert beträgt 6-7 für Cannabis-Pflanzen, die in Erde wachsen. Es ist wichtig, den pH-Wert Ihres Wassers zu überprüfen, da Pflanzen Nährstoffmängel bekommen, wenn es zu hoch oder zu niedrig ist. Das Wasser, in dem Ort, indem ich wohne, hat einen pH-Wert von 6,5, sodass wir das Wasser direkt zum Gießen verwenden können.

 

Wenn wir Nährstoffe (Dünger) hinzugeben, dann mischen wir die Nährstoffe in das Wasser ein und testen den EC-Wert bzw. eruieren die PPM (Parts per Million). Wenn alles passt, dann wird der pH-Wert nochmal getestet. 

 

Nährstoffe bzw. Dünger neigen dazu, den pH-Wert zu senken, daher Testen wir an Tagen der Nährstoff-Zugabe den pH-Wert und passen ihn gegebenenfalls an. Hier ist unsere Anleitung, wie Sie den pH-Wert Ihres Wassers testen können.

  • Wie oft werden die Pflanzen gegossen? Es hängt davon ab, in welcher Temperatur die Pflanzen wachsen und wie viel Sonne sie bekommen. Am besten gehen Sie folgendermaßen vor: Füllen Sie die Erde, in dem die Pflanzen wachsen mit dem Finger an der Oberfläche und stecken Sie ihren Finger 1-2 cm in die Erde. Wenn es trocken ist, gießen Sie ihre Pflanze.
  • Wie oft gießen Sie die kleinen Sämlinge? Wir stellen sicher, dass sie feucht bleiben, bis ich weiß, dass das Wurzelwachstum ausreicht, damit die Pflanze oben (Blattwerk) nicht austrocknen. Später kann bzw. sollte die Erde immer wieder zwischen dem Gießen oben antrocknen, das hält das Erdreich und die Pflanzen gesund
  • Wie oft werden größere Pflanzen gegossen? Größere Pflanzen, besonders später im Sommer, werden jeden Tag bewässert. Eventuell nicht immer die gleiche Menge, aber genug, um sich in der Hitze halten zu können. Was Ihnen auch dabei hilft, die Düngerreste aus der Erde zu verwerten.
  • Wie viel Wasser wird den Pflanzen gegeben? In der Regel, sollte das Erdreich überall dort Wasser abbekommen, wo sich auch Wurzeln befinden. Das lässt sich relativ leicht einschätzen, indem das Sie die Pflanze oben betrachten und dadurch sehen wie groß die Wurzeln sein müssten, denn die Pflanzen haben in der Regel die gleiche Menge an Wurzeln, wie oben grünes Blattwerk wächst.
  • Wir haben einen ausführlichen Guide dazu hier: Cannabis Pflanzen gießen - Wie und wann bewässern?

Die Pflege der Pflanzen

Die Pflege der Pflanzen
  • Das wichtigste ist, das sie die Pflanzen regelmäßig gießen aber auch nicht in Wasser ertränken.
  • Achten Sie auch auf Veränderungen an der Pflanze und Untersuchen Sie sie regelmäßig.
  • Wenn Sie Schädlinge, Krankheiten oder Mängel an der Pflanze entdecken, müssen Sie schnell reagieren, ob einen Schaden bestmöglich entgegenzuwirken. 

Wir haben dazu ausführliche Anleitungen verfasst, welche Sie hier finden:

Ernten wenn die Pflanzen Reif sind

ernten wenn die pflanzen reif sind

Wann werden die Pflanzen geerntet? 

Pflanzen nähern sich dem Erntezeitpunkt, wenn die meisten Trichome milchig sind und dann später bernsteinfarben werden. Erfahren Sie mehr über Trichome und den Zeitpunkt der Ernte.

 

Bei Autoflowering Sorten wird der Erntezeitpunkt allein anhand der reife der Blüten und der Trichome festgestellt, da Autoflowering-Pflanzen nicht wie die Fotoperiodischen-Pflanzen nach dem Lichtzyklus in die Reife kommen.

 

Bei Fotoperiodische Cannabis-Sorten hängt der genaue Zeitpunkt der Ernte von dem Breitengrad ab, an dem die Pflanzen wachsen, sind jedoch normalerweise im mittleren bis späten Herbst bereit. Auch hier lässt sich der genaue Erntezeitpunkt anhand der Reife der Blüten und Trichome eruieren.

Wie man Cannabis-Pflanzen trocknet
Egal ob Fotoperiodische-Pflanzen oder Autoflowering-Pflanzen, die Methoden der Trocknung bleiben die gleichen.

 

Die Pflanzen entweder als ganze unten am Stamm abschneiden und kopfüber 10 Tage bei rund 20 Grad Celsius und 60% Luftfeuchtigkeit aufhängen.

 

Oder Sie schneiden die Blüten ab und trocknen diese bei den gleichen Bedingungen in einem Karton.

Danach geben Sie die (Vor)getrockneten Blüten weitere 6-10 Tage in braunen Papiertüten.

 

Sie können die getrockneten Cannabis-Blüten in verschließbaren Gläsern (z. B. Einmachgläser) Langzeit lagern.

 

Weiterführende Anleitungen: