Die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser bei Cannabis-Pflanzen

Die Aufnahmen von Nahrung und der darin enthaltenen gelösten Nährsalze erfolgt über die Wurzeln der Cannabis-Pflanze. Dieser Prozess erfolgt durch Osmose. Osmose ist ein physikalischer Prozess, bei dem Substanzen von einer Flüssigkeit, die durch eine semipermeable Wand (Zellen der Pflanze) getrennt sind, in eine andere Flüssigkeit gelangen. Dies erfolgt von einer Seite mit der höchsten Nährstoffkonzentration zur anderen Seite mit der niedrigsten Nährstoffkonzentration. Diese Ionenbewegung nennt man osmotischen Druck.

 

Gleiches gilt für alle Pflanzen, die zu ca. 80% aus Wasser bestehen. Daher sind die Art und die Menge der Substanzen an den Zellwänden wichtig. Wir werden es für den Anfang einfach halten und davon ausgehen, dass die Flüssigkeit in einer Cannabis-Pflanze und das Wasser an der außerhalb ausschließlich Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) -Ionen enthalten.

 

Wenn die Cannabis-Pflanze Stickstoff-Ionen verwendet hat, dann ist die Konzentration in der Pflanze niedriger als im Wasser außerhalb davon. Neue Stickstoff-Ionen werden dann aus dem Wasser absorbiert. Hat die Pflanze genügend Kalium-Ionen?

 

Mit anderen Worten, ist die Konzentration auf beiden Seiten der Zellwand gleich, dann bewegen sich die K-Inonen nicht und bleiben dort, wo sie sind. Wenn mehr P-Ionen in der Pflanze vorhanden sind als in der Flüssigkeit außerhalb, wird das Phosphor aus der Pflanze extrahiert und der Pflanze selbst knapp.

Der Nährstofftransport bei Cannabis-Pflanzen

Der Nährstofftransport bei Cannabis-Pflanzen

Die Salze und der Sauerstoff im Wasser üben Druck auf die Wurzeln aus; das Wasser mit den Nährstoffen will in die Pflanze rein. Dieser Vorgang wird noch verstärkt, da die Blätter das Wasser verdunsten lassen, was zu einem Unterdruck in der Pflanze führt.

 

Durch den Druck auf die Wurzeln und dem Unterdruck verursacht durch die Blätter werden Feuchtigkeit und Nährstoffe durch die Cannabis-Pflanze nach oben transportiert.

Auch wenn alle notwendigen Nährstoffe im Wasser vorhanden sind, kann eine hohe Luftfeuchtigkeit die Verdunstung (Saugkraft) der Blätter verringern. Dadurch nimmt die Pflanze weniger Nährstoffe auf. Die Verfügbarkeit von Wasser, Nährstoffen und Feuchtigkeit bestimmt, ob eine Pflanze die passenden Nährstoffe an der richtigen Stelle erhält.

 

Die Temperatur kann den gleichen Effekt haben. Die Verdunstung von Wasser über die Stomata in den Blättern hat auch eine andere Funktion. Verdampfung erfordert Wärme. Wenn die Temperatur zu hoch ist, können sich die Poren öffnen, um noch mehr Wasser zu verdampfen. Dies kann passieren, wenn das Licht zu nahe an der Pflanze ist.

Wenn es kalt ist, hält die Cannabis-Pflanze die Wärme durch Schließen der Poren aufrecht und verdunstet weniger Wasser. Dieser Mechanismus hat keinen unmittelbaren Einfluss auf das Wachstum oder die Blüte der Pflanze, hilft jedoch dabei, den Organismus der Pflanze optimal zu halten. Auf diese Weise arbeitet in der Cannabis-Welt alles sehr eng zusammen.

 

Wenn Sie sicherstellen, dass in Ihrem Growraum eine konstante und korrekte Temperatur herrscht, muss die Pflanze nicht so stark schwitzen und kann ihre Energie für andere Aufgaben nutzen.

Nahrung verwandelt sich in Nährstoffe

Nahrung verwandelt sich in Nährstoffe

Während des Assimilationsprozesses werden Stoffe in der Cannabis-Pflanze in Energie und Nährstoffe umgewandelt.

 

Diese Nährstoffe werden benötigt, um vorhandene Pflanzenzellen zu erhalten und neue zu bilden.

 

Die Pflanze produziert hauptsächlich Blatt- und Stammzellen während der Wachstumsphase. Hierfür werden etwas andere Rohstoffe benötigt als zur Bildung von Blüten.

 

Dies erklärt, warum Sie während der Wachstums- und Blütezeit unterschiedliche Düngemittel verwenden müssen.

Wie bei allen chemischen Prozessen beeinflusst die Temperatur die Geschwindigkeit der Prozesse. Gleiches gilt für Cannabis-Pflanzen: Ist es zu warm bekommt die Pflanze Verbrennungen und wenn es zu kalt ist, wird der Prozess nicht ausreichend ausgeführt.

 

Für Cannabis-Pflanzen liegt das gewünschte Assimilationstemperaturniveau, das tagsüber auftritt, zwischen 20 ° C und 25 ° C. Nachts, wenn es zu einer Dissimilation kommt, reicht eine Temperatur von ca. 15 ° C aus.

 

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