Hanfsamen mit der Papiertuch-Methode keimen - Cannabis Samen Keimung mit Küchentuch (Küchenrolle)

Hanfsamen mit der Papiertuch-Methode keimen

Hanfsamen sind ein natürliches Produkt (Trockenfrucht) der Hanfpflanze und obwohl eine gute Samenbank viel Wert auf die Qualität der Samen liegt, ist eine 100%ige Keimquote nicht garantiert. Viele Faktoren können die Keimung beeinflussen, einschließlich der Genetik (einige Sorten keimen leichter als andere), das Alter der Samen und wie gut sie gelagert wurden. Jedoch haben wir mit der Papiertuch-Methode eine 100 % Keimquote erreicht.

 

Die Papiertuch-Methode zur Keimung von Hanfsamen: Samen zwischen nassen Papiertüchern (Küchentuch/Küchenrolle) keimen lassen, die Feuchtigkeit mit zwei Tellern einschließen und für einige Tage auf eine Setzling-Heizmatte bzw. einem warmen Ort legen.

Vorteile:

  • Hohe Keimrate: Fast jeder Samen keimt, wenn Sie die Anweisungen befolgen
  • Schnelle Keimung: Es dauert oft nur 1-3 Tage, bis die Keimwurzel zu sehen ist
  • Behalten Sie den Überblick: Sie können die Samen sehen und überprüfen, ohne sie zu stören
  • Weniger Platz: Es wird weniger Platz benötigt als das Pflanzen von Samen in Töpfen (hilfreich, wenn viele Samen gleichzeitig gekeimt werden sollen) 

Nachteile:

  • Mehrere Schritte erforderlich: Nicht so einfach wie das direkte Einpflanzen von Samen in die Erde!
  • Zubehör notwendig: Sie benötigen Papiertücher, Jiffys oder Torfquellballen und eventuell eine Heizmatte bzw. einen warmen Platz

Wie man mit der Papiertuchmethode Hanfsamen keimt

Zubehör:

  • Günstige Papiertücher (Küchentuch/Küchenrolle): Warum günstige Papiertücher? Weil die Wurzel der Samen in teureren (mehrlagigen Papiertüchern) sich mit den Lagen verbinden bzw. einwachsen und herausgeschnitten werden müssen (das hat man aus Erfahrung gelernt)
  • Zwei Teller: Sie müssen die Feuchtigkeit während des Keimungsprozesses einschließen
  • Hanfsamen: Wenn Sie Samen benötigen, werfen Sie einen Blick in unseren Hanfsamen-Katalog
  • Heizmatte für Sämlinge: Oder eine andere warme Oberfläche, die etwa 20-30°C durchgehend hat, um die Samen warmzuhalten

1.) Legen Sie 3-4 Lagen Papiertücher auf einen Teller

Sie sollten Ihren Teller nicht mit zu vielen Papierhandtüchern (Küchentuch/Küchenrolle) belegen, aber es ist gut, mehrere Blätter zu verwenden, damit diese viel Wasser aufnehmen können. Falten oder schneiden Sie die Papiertücher bei Bedarf so, dass sie in den Teller passen. Wenn ein Papiertuch über den Teller ragt und nicht durch den zweiten Teller abgeschlossen wird, trocknen auch alle anderen Papiertücher schnell aus.

2.) Beschriftung der Sorten

Wenn Sie mehr als eine Sorte gleichzeitig anbauen, beschriften Sie die Papiertücher, damit Sie wissen, welcher Samen welche Sorte ist.

3.) Die Samen in den Papiertüchern (Küchentuch/Küchenrolle) befeuchten

Geben Sie etwas Wasser auf die Papiertücher, sodass sie durchnässt sind, und legen Sie dann die Samen nach darauf. Wir geben zuerst Wasser hinzu, um zu vermeiden, dass Samen versehentlich verrutschen. Es ist auch eine gute Idee, Flache Teller zu verwenden, damit die Samen nicht herumrollen.

4.) Mit 1 Blatt Papiertuch (Küchentuch/Küchenrolle) abdecken

Legen Sie ein einzelnes Blatt Papiertuch darüber. Mit nur einem Blatt können Sie sehen, ob die Samen gekeimt sind, ohne sie stören zu müssen. Eventuell musst Sie noch etwas Wasser hinzufügen, damit das obere Blatt ganz durchfeuchtet ist.

5.) Mit einem zweiten Teller abdecken

Hanfsamen keimen Papier Methode

Schließen Sie die gesamte Feuchtigkeit ein, indem Sie einen zweiten Teller verkehrt auf den anderen Teller mit den Samen im Papiertuch abdecken.

6.) Auf eine Setzling-Heizmatte legen (optional)

Schließen Sie Ihre Setzling-Heizmatte an. Diese sollte relativ schnell warm werden. Wir haben die Teller schon einmal direkt auf die Matte gestellt, was gut funktioniert hat, aber manchmal machen wir uns Sorgen, dass unsere kleine Sämlinge mit dem Teller direkt auf der Matte zu warm werden könnten. Die Grundidee ist, etwas Platz zwischen der Heizmatte und dem Teller zu schaffen, damit der Teller noch warm wird, aber der zusätzliche Abstand (Luftraum) die Wärme schön gleichmäßig verteilt.

Warum eine Setzling-Heizmatte? Samen keimen deutlich schneller, wenn sie bei 20-30 °C gekeimt werden. Eine Setzling-Heizmatte hält die Samen während des Keimungsprozesses warm. Jeder warme Ort funktioniert jedoch genauso gut (z. B. oben auf dem Kühlschrank, wo eine gewisse Wärme abgegeben wird). Wenn Sie die nassen Papiertücher berühren, sollten sie sich warm anfühlen, aber nicht heiß.

7.) Tägliche Überprüfung der Samen

Stellen Sie sicher, dass die Papiertücher nicht austrocknen. Möglicherweise müssen Sie gelegentlich Wasser hinzufügen, um sie feucht zu halten. Sie können normalerweise erkennen, wann die Samen gekeimt sind, ohne unter das obere Blatt zu schauen. Dies bedeutet, dass Sie Ihre Samen regelmäßig überprüfen können, ohne sie zu stören und nur den oberen Teller aufheben müssen.

 

Samen keimen normalerweise in 1-3 Tagen. Bestimmte Sorten und ältere Samen können ein paar Tage länger dauern.

8.) Übertragen der gekeimten Hanfsamen in Jiffys oder Torfquellballen

Übertragen der gekeimten Hanfsamen in Jiffys oder Torfquellballen

Bereiten Sie die Jiffys bzw. Torfquellballen vor, da diese im Trocknen zustand als gepresst in Tablettenform verkauft werden.

 

Geben Sie dazu die gepressten Jiffys bzw. Torfquellballen in eine Schüssel o. ä. mit Wasser und lassen sie sich mit Wasser vollsaugen. Dadurch werden sie sich vergrößern und die eigentliche Form bekommen, in den man den vorgekeimten Hanfsamen geben kann.

 

Wussten Sie, dass die ersten beiden runden Keimlingsblätter bereits vollständig in der Schale ausgebildet sind? Der Keimprozess setzt sie nur frei. Neue Blätter sind anfangs gelb, werden aber grün, sobald sie Licht bekommen.

 

Sobald die Samen gekeimt sind, ziehen Sie vorsichtig das obere Papiertuch ab, um die darunter liegenden Hanf-Keimlinge freizulegen.

 

  • An dieser Stelle können Sie sehen, dass sich einige Keimlingsblätter bereits von ihren Schalen gelöst haben. Das ist toll. Diese Sämlinge wachsen oft am schnellsten.
  • Wenn nur eine kurze Wurzel sichtbar ist oder der Samen noch nicht gekeimt ist, legen Sie das Papiertuch zurück und geben Sie dem Samen einen weiteren Tag. Sämlinge wachsen schneller, wenn sie vor dem Einpflanzen etwas mehr Wurzeln haben.
  • Versuchen Sie, den gekeimten Samen mit der Wurzel nach unten und den Kopf des Keimlings oben im Loch, nahe an der Oberfläche des Jiffys oder Torfquellballen zu platzieren, damit dieser nicht weit wachsen muss um den Kopf rauszustrecken, um Licht zu bekommen. Wir konnten feststellen, dass einige Hanfkeimlinge es nicht ganz nach oben schaffen, wenn Sie sie zu tief unten eingesetzt werden.
  • Wenn der Keimling bereits die Samenschale verloren hat, platzieren Sie den Keimling mit den Keimlingsblättern an der Oberfläche und der Wurzel im Wuchsmedium (Jiffy oder Torfquellballen). Diese Hanfkeimlinge wachsen oft am schnellsten.
  • Geben Sie so viel Wasser hinzu, dass alle Jiffys bzw. Torfquellballen mit Wasser vollgesogen sind und dunkel erscheinen, sie sollten jedoch nicht im Wasser stehen, sondern nur vollgesogen sein. Wenn Sie fertig sind, stellen Sie die Ballen mit den Keimlingen darin in Schalen wieder auf die Heizmatte oder an einen warmen Platz (wie oben beschrieben). Junge Keimlinge lieben Wärme!

 

9.) Nun Haben Sie aus Hanfsamen Hanfkeimlinge gemacht!

Nun Haben Sie aus Hanfsamen Hanfkeimlinge gemacht!

Die Blätter sollten innerhalb von ein oder zwei Tagen aus den Jiffys bzw. Torfquellballen hervorragen.

 

An diesem Punkt sind die Sämlinge bereit, unter ein sanftes Licht gestellt zu werden. Ein sonniges Fenster funktioniert gut, obwohl auch eine normale Growlampe für die vegetative Phase gut funktioniert, solange diese doppelt so weit entfernt wie für größere Pflanzen aufgehängt werden.

 

Vermeiden Sie es, die Sämlinge zu berühren, wenn möglich, da diese in diesem Stadium sehr empfindlich sind.

 

Innerhalb von ein oder zwei Tagen unter Licht (oder in einem sonnigen Fenster) haben sie gesunde Hanfkeimlinge, die nun bereit für das Wachstum sind.

 

Sobald die Keimlinge ihr erstes gezacktes Blattpaar bekommen (direkt das nächste Paar nach den runden Keimlingsblättern) können sie in den nächst größeren Topf mit leicht gedüngter Erde eingetopft werden.

Was ist, wenn sich die Schale eines Samens nicht vom Keimling löst?

Ein Nachteil dieser Methode ist, dass manchmal eine Samenschale am Keimling hängen bleibt. Hier erfahren Sie, wie Sie damit umgehen.

Manchmal bleiben die Blätter in der Schale stecken. Hier ist, was zu tun ist.

  • Geben Sie dem Keimling zunächst 24-48 Stunden Zeit, um zu sehen, ob er die Schale von selbst abstößt. Viele Keimlinge brauchen nur etwas mehr Zeit und brauchen deine Hilfe nicht.
  • Ignoriere festsitzende Schalen, wenn die Blätter bereits frei sind. Die Schale fällt von selbst ab.
  • Wenn Sie keinen Fortschritt sehen und die Blätter nach ein oder zwei Tagen immer noch gefangen zu sein scheinen, müssen Sie möglicherweise die Schale entfernen, um die darin enthaltenen Blätter freizugeben. Wenn sich die Blätter nicht lösen und das Licht sehen können, kann der Sämling sterben.
  • Eine Pinzette so schmal wie möglich schließen und in den Spalt der Schale stecken. Dann langsam die Pinzette öffnen lassen, die die Schale vorsichtig auseinanderhebelt.
  • Früher haben wir unsere Finger benutzt, um die Schale zu entfernen, aber es kann schwierig sein, den Sämling nicht zu verletzen. Dann haben wir gelernt, dass man eine spitze Pinzette in den Riss der Schale stecken und vorsichtig öffnen kann, um die Samenschale auseinanderzuhebeln. Ziehen Sie nicht und wenden Sie keinerlei Gewalt an. Lassen Sie die Blätter einfach und langsam los. Die Blätter können anfangs an der Schale kleben und es kann mehrere Sekunden dauern, bis sich die Blätter langsam von der Schale läsen lassen. Wenn du Probleme damit hast, gib etwas Wasser in den festsitzenden Teil und warte ein paar Minuten, damit es weicher wird.
  • Wenn sich die Keimlingsblätter nicht öffnen, weil sie in der Samenmembran (dünne weiße Haut) stecken, befeuchten Sie die Membran und lassen sie ein paar Minuten weich werden. Verwenden Sie dann eine Pinzette, um die Membran vorsichtig zu entfernen. In manchen Fällen ist es einfacher, die Pinzette hineinzustecken und die Blätter wie bei einer Muschel vorsichtig auseinanderzuhebeln.
  • Wenn Blätter länger als ein oder zwei Tage in der Schalenmembran stecken, gehen Sie wie folgt vor: Befeuchten Sie die Membran, warten Sie ein paar Minuten und hebeln Sie sie dann mit einer Pinzette vorsichtig von den Blättern ab. Sobald Sie sehen, dass die beiden einzelnen Keimlings-Blätter getrennt sind, kann es losgehen!

Wollen Sie mit einer anderen Methode Ihre Hanfsamen keimen? Dann sehen Sie sich unsere Anleitung zu Keimung von Hanfsamen mit verschiedenen Methoden an!