Hanf als Nutzpflanze und wichtiger ökologischer & ökonomischer Bestandteil der Gesellschaft

Cannabis gehört zu der Familie der Cannabaceae und ist eine einjährige Pflanze was den Zyklus von der Keimung bis zur Ernte innerhalb eines Jahres bestimmt.

Hanf ist getrennt geschlechtlich (diözisch). Es gibt männliche und weibliche Hanfpflanzen und Hanfblüten. Hanf ist deshalb auf die Empfängnis von weiblichen Blütenstände durch den männlichen Pollen angewiesen, um Samen herzustellen und sich potenzieren zu können.

 

Cannabis gedeiht vorwiegend in tropischen , mediterranen und gemäßigten Landschaften wie die Subtropen. an jener Stelle ist er kultiviert und verwildert anzufinden. Ein paar Sorten haben aber auch keine Schwierigkeit von Frühling bis Herbst in Landstrichen von Mitteleuropa im Freien zu wachsen und gedeihen dort prächtig.


Wesentlich wird Hanf in 3 Hauptgattungen unterteilt: Cannabis Sativa (wilder Hanf) , Cannabis Indica (Indischer Hanf) und Cannabis Ruderalis. Letzter ist aber als eigenständige Gattung nicht 100% nachgewiesen .
Cannabis Sativa ist in Nordafrika, Mexiko, Mittel- Südamerika und teilen Europas verbreitet. Sie ist gut durch ihre langen schmalen Hanfblätter zu erkennen die ein helleres Grün aufweisen und filigraner scheinen als jene von Indica.
Fernerhin kann Cannabis Sativa bis zu 4 Meter hoch werden und wird infolgedessen auch zur Fasergewinnung verwendet.
Althergebracht wird Cannabis Sativa in Marokko, in teilen des östlichen Mittelmeeres und des Amerikanischen Kontinents zur Gewinnung von Marijuana angebaut.
Die Blütephase liegt bei Cannabis Sativa bei annähernd 8 - 12 Wochen.
Auch die Blüten divergieren sich vom Indica in der Größe und Dichte der Blütenstände.
Cannabis Sativa bringt kleinere Blütenkelche (Calyx) als sein indisches Ebenbild und lockere Buds mit feinen Blättern hervor. Folglich fällt die Ernte im Verhältnis zu Größe der Cannabis Pflanze in geringerem Maße als bei Cannabis Indica aus.
Indes ist Cannabis Sativa sehr angesehen wegen seiner (Rausch)Wirkung, welches ein klares (psychedelisches) High erzeugt und dadurch Aktivität und Kreativität ankurbelt. 

 

Cannabis Indica oder auch indischer Hanf unterscheidet sich merklich von Cannabis Sativa und Ruderalis. Cannabis Indica kommt natürlich aus den Hochgebirgen Indiens und des Orients.
Diese Gattung hat sich den Witterungen und Nährstoff armen Boden angenähert und ist dadurch untersetzt und vierschrötig geworden. Es ist fernerhin strittig ob Cannabis Indica eine souverän Gattung ist oder eine Unterart des Cannabis Sativa der sich seinem Lebensraum angepasst hat.
Sie bekommt eine Wuchshöhe von "nur" 1,50 - 2 meter und ist viel buschiger als ihre Sippe. Ihre Blütezeit liegt in der Regel zwischen 5 -8 Wochen.
Sehr gut lässt sich diese Gattung auch an den Blättern identifizieren, die resistenter wirken, breitere Blattfinger und ein dunkleres Grün haben.
Die Wirkung der Cannabis Indica als Droge lässt sich am besten als narkotisch knapp darstellen. Die Sinneswahrnehmung in Geschmack , Geruch und Berührung erhöht sich. Dieses Körper orientierte Wirkung auch als "Stoned" bezeichnet macht in höherer Dosierung müde und träge.

 

Cannabis Ruderalis wurde von Janischewsky 1942  das erste mal geschildert.
Diese Art kommt ursprünglich aus dem Südosten Russlands und hat sich von dort weiter über Kaukasus bis nach China sich ausdehnt.
Mit einer Höhe von maximal 100 cm ist es die kleinste zierlichste der 3 Arten und wächst auch nicht so buschig wie seine Artgenossen.
Ferner weist Cannabis Ruderalis den geringsten THC Gehalt auf.
An erster Stelle wird diese Art heute von professionellen Züchtern wegen seiner Kleinwüchsigkeit gezüchtet und dieses Attribut auf neue Hanfsorten übertragen um diese kompakter zu machen.
Wie auch Cannabis Indica ist Cannabis Ruderalis wegen seiner "Souveränität" als Gattung umstritten.


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